Die Geschichte des Verbands:
Im Jahre 1932 wurde der Autofahrlehrer-Zentralverband Schweiz AZV gegründet.
Als Adolf Hitler am 1. September 1939 Polen den Krieg erklärte, kam der motorisierte Individualverkehr in der Schweiz völlig zum Erliegen. Zudem erliess der Bundesrat am 8. September 1939 ein Sonntags-Fahrverbot. Weil das Benzin rationiert wurde, feierte der Holzvergaser sein grosses Comeback. Im Jahre 1942 betrug der Fahrstundenpreis lediglich 5 Franken. Pauschal wurde für das Erlernen des Autofahrens 60 Franken in Rechnung gestellt. Der Theorieunterricht wurde unentgeltlich erteilt.
1946 wurde der AZV von der Armee beauftragt, sogenannte Jungfahrer auszubilden.
Bereits im Jahre 1950 bestanden die ersten Frauen die Fahrlehrerprüfung. Für alle Fahrerinnen und Fahrer, welche ihr Auto während der Kriegsjahre ausser Betrieb gesetzt hatten, wurde die Kontrollprüfung für "Stillgelegte" eingeführt.
Mittlerweile nahm die Motorisierung in der Schweiz rasch zu.
Der AZV zählte mittlerweile 450 Mitglieder. Die Zahl der Fahrschüler stieg innerhalb eines Jahres um 207 Prozent. Die Unfallverhütung wurde bereits jetzt zum grossen Problem. Gesetze wurden erneuert und das Theoriebuch "Gute Fahrt" wurde zum offiziellen Verbands-Lehrbuch.
Ab 1951 ging es mit dem Fahrschulgewerbe aufwärts. Eine eigene Verbandszeitung "Autofahrschule und Verkehrssicherheit" entstand. Zudem wurde eine eigene Berufsschule für Fahrlehrer gegründet.
1956 begann die Hochkonjunktur. Der Nationalstrassenbau begann zu florieren. Bereits 1954 wurden 44'999 neue Autos importiert. Im neuen Bundesgesetz wurden die Fahrlehrer wie folgt definiert: "Wer gewerbsmässigen Unterricht erteilt, muss im Besitze eines Fahrlehrer-Ausweises sein".
Im Jahre 1962 feierte der AZV sein dreissigjähriges Bestehen. Mittlerweile bestand er aus 19 Sektionen und 604 Mitgliedern. Es begann ein Kampf um die Einführung eines Fahrschulobligatoriums. Eine neue Berufsschule wurde gegründet.
Ein Liter Benzin kostete im Jahre 1968 sage und schreibe 52 Rappen. Das Aquaplaning wurde als Problem bei Nässe entdeckt. Die Lastwagen mussten neu mit Fahrtenschreibern ausgerüstet werden. Innerhalb von 15 Jahren nahm der Motorfahrzeugbestand in der Schweiz um 400 Prozent zu.
1970 wurde die Fahrlehrer-Berufsschule des AZV eidgenössisch anerkannt und der Verband erstarkte.
Doch flachte die Hochkonjunktur 1971 ab und die Ölkrise beutelte die Wirtschaft. Trotzdem herrschte eine rege Verbandstätigkeit. Neue Statuten wurden verabschiedet und eine Rechtsschutzversicherung eingeführt.
An seinem 40. Jubiläum bestand der AZV im Jahre 1972 1'000 Mitglieder. Das Sekretariat zog an die Kinkelstrasse um.
1978 wirkt der Ölschock immer noch nach. Die Zeiten wurden härter und der Fahrlehrer wandelte sich zusehends zum Verkehrslehrer.
1982 konnte der AZV sein 50-jähriges Bestehen feiern. Die AZV-Berufsschule wurde neu in Fachschule Hard in Winterthur eingegliedert.
Die Zeit des Umdenkens begann. Die Autofahrer wurden umweltbewusster und Neufahrzeuge wurden mit Katalysatoren ausgerüstet.
Der neue Zentralpräsident, Walter Leuthard, übernahm das Ruder des Verbandes und brachte den AZV wieder auf Kurs.
Dank der grossen Arbeit und dem enormen Fachwissen des umsichtigen Zentralkassiers, Walter Schnüriger, erstarkte der Verband auch in finanzieller Hinsicht. Doch nicht zuletzt weil die Fahrschülerzahlen zu sinken begannen, entbrannte ein unerbittlicher Preiskampf und ein Verdrängungswettbewerb.
Weil das Sekretariat an der Kinkelstrasse aus allen Nähten zu platzen begann, zog es 1992 an die Flurstrasse um, wo ein grosszügigeres Raumangebot zur Verfügung stand. Die AZV-Berufsschule wirkte alsdann in den Räumlichkeiten der VBZ.
1993 wurde der obligatorische Verkehrskundeunterricht (VKU) eingeführt.
1998 übernahm der neue Zentralpräsident, Rainer Rüegger aus Wohlen (AG) an der DV in Regensdorf, das Präsidium.
Der Azv wurde immer grösser und nahm viele Neumitglieder auf. Im Jahre 2000 zog das Sekretariat in neue Räumlichkeiten, welche auch für die Fahrlehrer-Berufsschule ffs genügend Platz bieten, an die Sieberstrasse 5, um. Bei dieser Gelegenheit wurde das Sekretariat sowohl in personeller Hinsicht, wie auch bezüglich der Computer-Anlagen, auf den neuesten Stand gebracht. Der ffs stehen dort in grossen und hellen Schulungsräumen modernste Hilfsmittel zur Verfügung. Zudem ist dort das Sekretariat der Schweizerischen Vereinigung der Fahrlehrer-Verbände SVFV, vormals NAF, untergebracht.
Im Interesse der gesamten Fahrlehrerschaft wurde der AZV per 31.12.2004 zu Gunsten des neuen Schweizerischen Fahrlehrerverbandes SFV heruntergefahren und aufgelöst. Die Fahrlehrer-Fachschule ffs verkaufte der AZV zusammen mit dem äusserst professionellen Sekretariat an den Vogel-Verlag. Die ehemaligen AZV-Sektionen wurden per 01.01.2005 in den Schweizerischen Fahrlehrerverband SFV übergeführt. Daher sah sich die ehemalige Sektion Bern des AZV zu einer Namensänderung gezwungen. Anlässlich der ausserordentlichen GV von Freitag, den 12. November 2004 beschlossen die Mitglieder daher konsequenterweise eine Namensänderung. Der bisherige Name Sektion Bern des AZV wurde in Sektion Bern des SFV mutiert.